27.12.2007 immernoch schlechtes Wetter und schlechte Neuigkeiten, wann wird das enden?
Seit dem 21.12. sitzen wir an Land und haben keine Chancen aufs Meer hinauszukommen. Die Wellen sind zu hoch, der Wind zu stark und/oder der Regen zuviel! Das ist die dunkelste Dunkelzeit, die wir je erlebt haben!
Alle freuen sich auf die Sonne und hoffen, dass sie ein Loch in die Wolken brennen wird!!!
Die Wale scheinen im Fjord zu sein, am 22.12 sind die letzten gesehen worden, aber es ist einfach unmöglich in diesem Wetter etwas zu sehen!
Wir nutzen unsere Zeit an Land und machen unseren Photo-Identifikationskatalog der Schwertwale fertig, damit wir im kommenden Frühjahr mit anderen Wissenschaftler kooperieren können. Besonders jetzt, da sich soviel verändert (Meerestemperaturen/Wetter/Wanderungen der Fische etc), wird es eine Herausforderung die Schwertwale zu studieren und zu verstehen und nur eine gute Kooperation zwischen mehreren Wissenschaftlern wird das sichern.
Doch die Finanzierung eines solchen Projektes ist sehr schwierig, ich bin nun zum 3. Mal vom Norwegischen Forschungsrat für ein Doktoriantenstipendium abgelehnt worden! Es bleibt mir also nichts anderes übrig als meine Forschungsgelder über Ocean Sounds und Spenden “zusammenzukratzen”.
2008 wird ein schwieriges Jahr, aber ich freue mich trotzdem darauf!
Heike
21.12.2007 Adler, “Oscar” und hohe Wellen
Heute ging es endlich wieder aufs Meer mit Freunden aus Berlin. Es regnte in Strömen, die Wellen waren hoch, aber wir kamen aufs Fjord. Leider haben wir keine Schwertwale gesichetet dafür 3 Seeadler und ein Kegelrobbenmännchen, das wir kennen: es war Oscar! Ich habe ihn seit September nicht mehr gesehen und hatte schon Angst er wäre weg. Er war lange an der Oberfläche und wir konnten ihn gut beobachten. Dafür hat sich unsere nasse und dunkle Tour gelohnt! Ab morgen werden die Tage wieder länger und wir hoffen auf weniger Wind, damit die Chancen Wale zu sehen wieder steigen.
19.12.2007 immernoch bescheidenes Wetter…
es will einfach nicht besser werden, jeden Tag pfeift der Wind, hängt der Himmel voller dunkler Wolken und es regnet in Strömen. Das ist besonders während der kurzen Tage, sehr depremierend, ganz zu Schweigen davon, dass wir nicht auf Meer hinaus kommen! Wir hoffen auf ruhigere Tage nach Weihnachten. Nur dieses Jahr werden wir wohl kaum weisse Weihnachten erleben, es ist viel wärmer hier in der Arktis, als in Südnorwegen. Wieviel Beweise brauchen unsere sogenannten führende Weltpolitiker und Okonomen um endlich zu handeln? Die Konferenz in Bali war eine grosse Enttäuschung…
11. – 13.12.2007 keine Wale, nur Wind..
Am 11.12.2007 wurden Heringfischerboote im Vestfjord gesichtet, alle waren am Hering suchen, doch es war nichts zu machen. Wir warteten neben einem Fischerboot, bis diese das Netz eingezogen hatten, doch es war ein leeres Netz. Die Heringsfischer sind nun für dieses Jahr fertig und haben ihre Quoten erfüllt. Doch nur ganz wenige Tonnen sind überhaupt im Vestfjord gefischt worden. Noch ist die Saison nicht vorbei, aber es gibt wenig Anschein, dass die Heringe in den Süden und damit ins Vestfjord ziehen werden. Das schlechte Wetter erschwert dieses Jahr unsere Suche und auch fur die nächsten Tage ist starker Wind angesagt. Da bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Daten an Land zu analysieren.
10.12.2007 keine Wale aber ein sehr grosses Fischerboot
heute haben wir usn durch die Wellen gekämpft, egal was der Rücken dazusagte!
dann sahen wir auch ein grosses Heringsfischerboot mitten auf dem Vestfjord. Wir haben uns dann rangeschlichen in der Hoffnung, dass sie Heringe gefunden haben und wir die schwarzweissen Räuber bei ihnen finden. Aber nein, sie lagen nur da und ruhten sich aus, die Zeit der grossen Heringsfischerboote ist nun vorbei. Es haben nur noch die kleineren Boote die Erlaubnis Heringe zu fangen. Dieses Boot neben uns war riesig! Es kann mit einer Ladung 1600 Tonnn Heringe fangen, was für ein Monster..es lag ganz still im Wasser während wir wie eine Nusschale mit den Wellen auf und ab tanzten…
Wir haben heute keine Wale gefunden, aber es war fantastisch inmitten dieser tiefblauen Wassermengen auf den Wellen zu reiten! Es wird einem dann wieder bewusst, wie klein und unbedeutend wir eigentlich sind…
9.12.2007 zu hohe Wellen
heute fuhren wir voller Erwartung raus auf den Fjord, wurden aber schon nach 30 Minuten schmerzhaft von grossen Wellen gebremst. wir haben noch versucht an Landnähe weiterzukommen, mussten aber bald aufgeben, die Natur war stärker als wir…hoffentlich wird es Morgen besser..
doch Wale waren im Fjord, wie wir von Walsafaris später hörten: eine Gruppe Schwertwale schwamm vor Tranoya, doch was sie genau machten und um welche Gruppe es sich handelte wissen wir nicht. Hoffentlich bekommen wir Berichte und Fotos von Leuten die auf den Booten waren.
8.12.2007 endlich wieder Schwertwale vor Henningsvaer!!
trotz hoher Wellen haben wir uns auf den Vestfjord hinausgekämpft. Ganz in der Nahe war auch das Walsafarischiff Norderlicht und die haben nach 1 Stunde auch eine Gruppe Schwertwale gesichtet! Es waren ungefähr 9 Tiere, dabei 3 Männchen die miteinander spielten, es gab Rollen und spy hops, und sie sind auch mit dem Bauch nach oben geschwommen. So ein Verhalten habe ich bei erwachsenen Männchen noch nie beobachtet. Die Tiere wanderten ganz langsam in Richtung Westen, aus dem Fjord hinaus. Wir konnten gute Fotos machen und die Tiere identifieren, aber diese Gruppe war neu fur uns. Vielleicht erkennt sie Sanna, eine Biologin die mit Dr Tiu Simila zusammen die Fotoidentifikation der Schwertwale seit 1987 studiert. Leider haben die Wale keine Laute von sich gegeben und ich kann sie somit auch nicht erkennen.
7.12.2007 viele Wale im Norden gesichtet!
nun haben wir die Bestätigung bekommen: hunderte von Schwertwale, und auch Fin- und Pottwale sind weit vor der Küste im Norden von Andenes bis Troms von Wissenschaftlern gesehen worden!
Dort ist der Hering dieses Jahr zum überwintern, und deshalb sind dort auch alle Wale und Heringsfischerboote.
Wenn wir doch nur da hinkämen, aber unser kleines Schlauchboot schafft das nicht und ein grosses Boot können wir uns nicht leisten…deshalb bleibt uns nichts anderes übrig als weiterhin den Vestfjord abzusuchen…
6.12.2007. Letzter Tag Sonne in Henningsvaer
Heute zeigt sich die Sonne zum letzten Mal, bis sie am 6. Januar wieder über den Horizont tritt.
Leider bläst der Wind immernoch kräftig von Südosten und wir schafffen es nicht in unserem kleinen Boot hinaus aufs Vestfjord zu fahren. Wale sind aber da, gestern wurde eine Gruppe gesichtet, wie sie mit voller “Geschwindigkeit (full fart…)” vom Tysfjord hinaus aufs offene Vestfjord zogen. Wahrscheinlich wieder eine enttäuschte Schwertwalgrupope, die vergeblich Hering im Tys- und Vestfjord suchte. Der grossteil des Heringbestandes steht immenroch an der gleichen Stelle, nördlich von Andenes (Vesteralen), weit vor der Küste und es gibt wenig Hoffnung, dass er dieses Jahr in den Vestfjord zieht. Wir haben Kontakt zu Wissenschaftlern, die in diesem Moment dieses Gebiet nach Walen absucht und melden uns wieder, wenn wir Näheres wissen.
05. Dezember 2007. Ein persönlicher Abschiedsgruß
Hallo, mein Name ist Martin. Ich hatte das Glück, während der vergangenen Wochen Heike und ihre Arbeit bei Ocean Sounds unterstützen zu können. Da dies mein letzter Tag ist, bevor ich heimreise in die weiten Wälder im Süden dieses Landes, möchte ich diese Gelegenheit nutzen für einen persönlichen Abschiedsgruß. Am Ende dieses kurzen Aufenthalts in der Arktis überwiegen zwei Gefühle: Dankbarkeit, und eine Entzauberung.
Meine Dankbarkeit richtet sich an die Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet und –gelebt habe: dies ist ein Dank in erster Linie an Heike, aber auch an Emelie und Odd Petter. Dies ist ebenso aber ein Dank an diesen Ort zwischen den Bergen und der See, einem Ort, der mir so verschiedene Gesichter offenbart hat.
Meine Entzauberung nährt sich aus der Katerstimmung eines jüngst zur Nüchternheit erwachten Tagtraums. Wie so viele Menschen vor mir bin ich hierher gekommen, um Schwertwalen zu begegnen. Ich bin gekommen, um mit meinen eigenen Ohren dieses kurze Ausatmen von Luft und Wasser zu hören, und um mit meinen eigenen Augen zu sehen, wie diese schwarze, glänzende Rückenfinne in einem flachen Bogen durch das Wasser schneidet. Und es ist geschehen, viele Male. Es ist eine Sache, diese Fantasie mit sich zu tragen – Wal. Aber zu sehen, dass sie leben, dass sie hier zu Hause sind – das ist etwas ganz anderes; etwas, das unmöglich vorgestellt werden kann. Ich bin auch hierher gekommen, um den Menschen zu begegnen – mich selbst eingeschlossen – die auf der Suche nach einem geteilten Traum von diesem Ort angezogen werden. Und was ich gefunden habe, wieder und wieder, ist dies: Aufdrängen.
Ich habe in diesen Gewässern mit Abstand mehr Walbeobachtungsboote gesehen als Wale. Ich habe gesehen, wie ein halbes Dutzend Boote für Stunden am Stück einem zerstreuten Haufen Schwertwale nachgestellt hat. Große Schlauchboote, überladen mit Schnorchlern, ritten mit Höchstgeschwindigkeit direkt auf eine Gruppe wandernder Wale zu, nur um diese hoffnungsvollen Seelen hoffnungsvoller Seelen direkt vor den Nasen dieser Tiere ins Wasser fallen zu lassen. Die Wale zeigten nicht die Spur einer Reaktion, sondern schwammen einfach an den Schnorchlern vorbei. Noch bevor die Schnorchler hätten blinzeln können, waren die Wale außer Sicht. Ich habe gesehen, wie ein großer, männlicher Schwertwal wiederholt mit seiner Fluke auf das Wasser schlug, nachdem auch seine Gruppe für viele Stunden von dieser ‚Flotte der Träume’ verfolgt worden war. Ich habe von Menschen gehört, die ähnliche Situation erlebt hatten und hinterher erzählten: „so süß, die Wale haben uns zugewunken“, und ich habe gehört, wie diese Träumen sich zu gehauchten Worten verfestigen, während die untergehende Sonne einen orangefarbenen Schein auf die Wangen der Menschen warf: „wenn doch jetzt bloß ein Wal genau vor der Sonne aus dem Wasser springen würde – was für ein tolles Foto gäbe das ab!“ Es sind Anekdoten wie diese, die in mir eine tiefe Ambivalenz hinterlassen haben meinem Wunsch gegenüber, Anderen zu begegnen.
Aber es gibt Alternativen zu solch aggressivem Aufdrängen.
Eine solche Alternative, und eine überaus wichtige dazu, besteht darin, aktiv und bewusst zu wählen, wem wir das Vertrauen schenken, uns zu den Walen zu führen. Ein einfaches und brauchbares Kriterium könnte sein, ob ein Walsafari-Anbieter geltenden Walsafariregeln folgt oder nicht. Es liegt an jedem einzelnen von uns, die Anbieter direkt darauf anzusprechen und zu fragen: folgt ihr den geltenden Regeln? Und wenn nicht: warum nicht?
Es gibt auch noch eine andere Alternative: Wir können Andere einfach dazu einladen, uns auf ihre ganz eigene Weise zu begegnen. Wir müssen nicht auf ferne Inseln in der Arktis reisen, um Gelegenheiten für Zusammenkunft zu erschaffen. Ja, wir müssen überhaupt nicht reisen, unabhängig davon, ob wir in einer stillen Hütte auf dem Land leben oder in der vierten Etage eines Wohnblocks, der an drei Seiten von dichtem Verkehr eingekeilt ist. Wir müssen vielleicht raus gehen, denn solange wir drinnen bleiben, könnte wir die Gelegenheit verpassen, Anderen auf ihre ganz eigene Weise zu begegnen. Sobald wir aber die Luft atmen, die uns außerhalb unserer Wände entgegenschlägt, kann es überall, und jederzeit, zu Zusammenkünften kommen. Die Frage ist nur: sind wir bereit, mit Anderen zusammenzukommen? Sind wir bereit zuzuhören?
Eines frühen Morgens erwachte ich und setzte mich an das Fenster, das den Blick zum schmalen Hafenbecken hin öffnet. Ich lehnte es an; Eisesluft strömte herein. Keine Stimmen trugen durch die Räume der kleinen Hütte. Meine Mitbewohner schliefen noch. Draußen hielt der Morgen den Atem an. Keine Schiffsmasten wiegten sich im Wind. Seile hingen schläfrig zwischen unbewegten Fischerbooten und dem gefrorenen Kai. Der Tag hatte noch nicht begonnen. Kein lebend Ding war schon erwacht. Dachte ich zumindest, ehe meine Augen eine winzige Bewegung inmitten nasser, schwarzer Felsblöcke, die eine Reihe von Häusern von dem Mahlen des Wassers abschirmten, bemerkte. Die Bewegung verflog vor meinen Augen und wurde eins mit den Schatten. Ich wartete. Eine weitere Bewegung entblößte die Silhouette eines Graureihers. Jetzt sah ich ihn ganz deutlich. Überaus langsam schritt er voran; mit einem Bein stand er im Wasser, mit dem anderen durchstieß er die unbefleckte Haut des Wassers in liebevollem Sanftmut, ohne dabei auch nur die kleinste Welle aufzuschrecken. Jetzt sah ich auch die Möwe. Sie war aschfarben und groß, so dass es mich verwunderte, sie nicht schon vorher entdeckt zu haben. Sie stand, getarnt durch ihre Bewegungslosigkeit, etwas hinter dem Reiher. Alle Aufmerksamkeit hatte sie auf ihn gerichtet. So still waren die zwei, so vollständig gingen sie in ihrem Moment auf, dass ich peinlich berührt war, Zeuge dieses gemeinsamen Tanzes der Geduld zu werden.
Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, zappelte ein silberner Fisch im Schnabel des Reihers. In dem Moment, in dem der Schnabel des Reihers in das Wasser gestoßen hatte, war auch die Möwe vor Erwartung zusammengezuckt. Nun, während diese winzige, silberne Kreatur in diesem für sie unmöglich großen Schnabel um ihr Leben zappelte, lief die Möwe auf ihrem Felsen hin und her und schielte mal mit dem einen, mal mit dem anderen Auge hinüber zu einem Frühstück, dass sie doch nie bekommen würde. Nie wandte sie dem Reiher ihren Rücken zu, immer harrte sie des Moments, der Gelegenheit, nach dem zu haschen, das der Reiher fallen lassen mochte.
Der Fisch verschwand, und Geduld stellte sich wieder ein.
Die Hütte bebte leise. Ihre Pfähle übertrugen Bewegungen, die durch den Boden rollten. Etwas näherte sich. Als nächstes brummte das Geräusch eines Motors durch die Fenster und hallte in meinem Schädel wider. Dann sah ich, wie Lichter um eine Kurve bogen. Wie so das Auto auf das Tanzpaar zuhielt, brach sein Zauber der Geduld. Einmal nur schlug der Reiher mit den Flügeln, bevor die Luft ihn davon trug. Die Möwe flatterte ihm nach. Das Auto hielt, der Motor erstarb, und aus dem Wagen stieg der Koch eines örtlichen Gasthauses. Für ihn war dies nichts weiter als ein gewöhnlicher Beginn eines Arbeitstages.
Das Erlebnis mit dem Reiher und der Möwe ruft ein anderes in Erinnerung, das einige Jahre zurück liegt.
Eines Nachmittags im späten Frühling saß ich auf einer Bank inmitten einer belebten Einkaufsstraße. Ich begann zu beobachten. Zuerst beobachtete ich, wie die Leute hin und herschwirrten. Bald jedoch begann ich, die Füße der Leute dabei zu beobachten, wie sie ihre nie erprobte Innenstadtchoreographie mit betörender Geschwindigkeit und Präzision aufführten. Nach einer Weile bemerkte ich, dass ich nicht der einzige Zuschauer dieses Schauspiels war. Ein Spatz zeigte ähnliche Neugierde. Er saß weit über mir; er umgriff mit seinen braunen Krallen den Rand einer rostigen Dachrinne. Auch er beobachtete. Plötzlich stürzte er vom Dach. Diese lebendige Kreatur von der Größe einer Kinderfaust ließ sich von der Erde anziehen, und ihr fallender Körper strahlte unerschütterliches Urvertrauen aus, während der Boden näher und näher kam. Mitten in der Luft breiteten sich seine Flügel aus und betteten seinen Fall in eine anmutige Kurve. Einige Schritte von mir entfernt berührte er den Boden, inmitten der wogenden See von Beinen und Beuteln und Füßen. Jetzt erst sah ich, was der Spatz schon weit früher gesehen hatte. Ein Brotkrumen war von irgendwoher überhalb dieser Turbulenzen gefallen. Auch bemerkte ich, dass der Spatz sich nicht einfach auf gut Dünken in diesen Marsch der Türme hineingeschwungen hatte. Er hatte abgewartet, hatte beobachtet; er war so vollständig in die Regeln dieses Tanzes eingedrungen, dass er mit unfehlbarer Genauigkeit den Moment vorhersehen konnte, in dem sich eine Lichtung auftun würde, einem Moment, der ihm nur die Dauer eines Spatzenaugenblicks Zeit gab, nach dem Leckerbissen zu picken, bevor die Lichtung einmal mehr von den Fluten überschwemmt werden würde. Der Spatz kehrte auf das Dach zurück, dann aß er. Als er aufgegessen hatte, nahm er wieder seinen Platz auf der Dachrinne ein, um einmal mehr der Aufführung beizuwohnen. Wieder ließ er sich fallen, wieder fand er die Öffnung, wieder trug er einen Schatz zu seiner Rinne. Auf diese Weise verging sein Nachmittag, und meiner.
Vor mir liegt eine dreißigstündige Bus-, Boots- und Zugreise. Ich freue mich darauf. Wer kann erahnen, was ich auf dieser Reise alles sehen werde?
02. Dezember 2007. Starke Winde und dankbare Besucher
Noch immer sind wir an Land gebunden, während draußen weiße Schaumkronen den Blick auf den Vestfjord bestimmen. Immerhin soll sich das Wetter in den kommenden Tagen beruhigen.
Ein befreundetes Forscherteam hält sich derweil tief im Tysfjord auf, beinahe schon in Schweden. Gestern wie heute haben sie einige wenige Schwertwale gesehen, doch auch dort hält das Wetter sie davon ab, genauere Beobachtungen zu machen.
Wir selbst verbringen weiterhin Zeit mit Datenanalyse und Vorträgen. Bei einem der Vorträge standen einigen der Zuhörer Tränen in den Augen… Ein schönes, kleines Zeichen von Verständigung über Sprachgrenzen hinaus.
30. November 2007. Das anhaltende Üben in Geduld
Der Monat ist vorübergezogen, und nur selten treffen wir auf die Wale. Wieder waren viele Boote auf dem Wasser, um nach ihnen zu suchen. Doch keines von ihnen bekam sie zu Gesicht.
Es wird von Tag zu Tag weniger wahrscheinlich, dass in dieser Saison überhaupt noch größere Mengen Herings in das Vestfjord-Tysfjord-Gebiet ziehen werden. Weiterhin halten sie sich auf offener See auf.
29. November 2007. Rauhe See & müde Sonne
Endlich konnten wir wieder ausfahren! Das war die beste Nachricht des Tages.
Was am Morgen nach einem ruhigen Tag aussah, entpuppte sich nach kurzer Zeit jedoch als Rodeoritt über das Wasser. Anfangs blies der Wind von vorn. Die Berg- und Talfahrt durch die See machte es fast unmöglich, nach Walen Ausschau zu halten. Gerade auch deshalb, weil wir von unserem Schlauchboot aus sozusagen aus der Froschperspektive auf das Wasser schauen. Andererseits wünschte sich bei dem Geschaukel wohl auch niemand in ein Krähennest.
Eine Woche, bevor die Sonne in den Winterschlaf geht, hebt sie sich nur noch mit Mühe empor. Müde kratzt sie einen flachen Bogen über den weiten Horizont, bevor sie nach kurzer Zeit wieder einnickt und abtaucht. Immerhin zieht sie dabei eine Spur grellen orangenen und rötlichen Lichtes mit sich, das die Lofoten kurz aufflackern lässt.
Im Laufe des Tages bekamen wir einen Anruf, dass Schwertwale bei Moholmen gesichtet worden waren. So machten wir uns auf den Weg. Weil der Wind mittlerweile gedreht hatte, blies er auch diesmal – von vorn. Einmal mehr ritten wir durch eine schaukelnde See. Leider bekamen wir die Wale nicht zu Gesicht.
Immerhin konnten wir dem ewigen Spiel der Möwen und Fischer zusehen, wie auch dem einsamen Seeadler, der mit viel Eile und Präzision mit ausgestreckten Krallen durch den wilden Schwarm von Möwen hindurchschnellte, um einen Leckerbissen aus dem Wasser zu erhaschen. Auch einen Papageientaucher bekamen wir zu Gesicht, wie auch ein paar der winzigen Krabbentaucher.
Jetzt, am Abend, sind die Körper lahm und sehnen sich nach einer Massage.
25. November 2007. Im Bann des Vollmonds
Der Vollmond ist vorübergezogen, und wie zu erwarten sein durfte, brachte er Hochwasser und heftige Winde mit sich. Seit Tagen sind wir nun schon an Land gebunden. In der Zwischenzeit bewegt sich der Hering noch immer sehr weit nördlich von hier, weitab der flacheren Küstengewässer. Während wir die vergangenen Tage in der Nähe des flackernden Kaminofens mit der Auswertung von Daten und mit Vorträgen verbrachten, peitschten dicke Schneeflocken, vertikaler Regen und Schneeregen an den Panoramafenstern unseres Zentrums vorbei. Es ist zu warm für diese Jahreszeit, viel zu warm.
Einmal mehr besuchte Aurora borealis diesen abgeschiedenen Ort zwischen den Bergen und der See, und wer zu so später Stunde noch wach war, durfte zuschauen, wie sie ihre lichternen Schleier durch den silbern schimmernden Nachthimmel wob.
19. November 2007. Wandernde Schwertwale & Flukenschlagen
Wieder fanden wir eine Gruppe von Schwertwalen, die außerhalb von Henningsvaer wanderte. Diesmal hielten sich sechs Boote um die Wale herum auf. Zwar waren anfangs keine erwachsenen Männchen bei der Gruppe, jedoch kehrte später eins zurück und schlug wiederholt mit seiner Fluke auf die Wasseroberfläche. Flukenschlagen ist ein deutliches Signal von Irriation oder Aggression. Diese Reaktion der Wale durfte nicht überraschen, denn zu diesem Zeitpunkt waren die Boote schon seit langer Zeit in der Nähe der Wale gewesen.
18. November 2007. Vielen, vielen Dank, Pierre deLatour!
Ocean Sounds hat eine tolle Spende entgegennehmen dürfen – eine Videokamera –, die uns unser Freund Pierre Robert deLatour von Orques sans frontiers geschenkt hat. Diese Spende ist uns sehr willkommen; in letzter Zeit haben wir mit einem kleinen Hobbymodell arbeiten müssen. Vielen, vielen Dank, Pierre; du bist nicht nur ein Schutzengel der Schwertwale, sondern auch unseres Ocean Sounds-Projektes.
16. November 2007. Gruppe von 20 Schwertwalen wandert im Vestfjord
Am frühen Vormittag bekamen wir einen Anruf von einem befreundeten Boot, das eine Gruppe wandernder Schwertwale gesichtet hatte. Als wir dazustießen, war bereits ein weiteres Boot mit dieser Gruppe, ein großer Katamaran mit zwei Motoren. Einmal stieß es mit hoher Geschwindigkeit nach vorn, um sich direkt vor den Walen in Position zu bringen. Diese tauchten darunter hinweg und wanderten weiter. Nach diesem Zwischenfall verhielten sich alle Boote ruhig. Die Wale teilten sich in zwei Gruppen zu 9 bzw. 11 Tieren auf. Unsere Versuche, Lautaufnahmen zu machen, wurden dadurch erschwert, dass die Wale mit erheblicher Geschwindigkeit schwammen. Sie bewegten sich mit etwa 12 – 15 Knoten fort. Immerhin nahmen wir einige Laute auf, darunter Clicks und Knattergeräusche.
Später trafen die Wale auf ein Fischerboot. Sie hielten sich für einige Zeit um das Boot herum auf, entschieden sich dann aber weiterzuschwimmen. Dies war der Zeitpunkt, an dem auch wir zurück nach Henningsvaer aufbrachen.
Mit lediglich einer Ausnahme sind wir in dieser Saison ausschließlich auf Schwertwalegruppen getroffen, die wanderten. Insgesamt scheint es, als ob sie während des Wanderns nur wenig kommunizieren.
14. November 2007. Schwertwal-Weibchen in Fischernetz verfangen
Eben erreicht uns ein Unterwasserfoto, auf dem ein Schwertwal-Weibchen zu sehen ist, das sich in einem langen Fischernetz verfangen hat. Das Bild wurde vor drei Tagen außerhalb von Ballstad im Vestfjord aufgenommen. Die Schwanzflosse des Tiers, welches wir bislang noch nicht wiedererkennen konnten, ist fest in dem Netz verknotet. Taucher berichten, das Netz sei bis zu einhundert Meter lang. Auf dem Bild ist deutlich zu erkennen, wie das Gewicht des Netzes den Körper des Wals nach unten zieht. Da Fischernetze aus Nylon hergestellt sind, einem Material, das vor allem den Zweck erfuellen soll, moeglichst langlebig zu sein, gibt es praktisch keine Moeglichkeit fuer das Tier, sich daraus zu befreien. Wahrscheinlicher ist, dass sie entweder durch das enorme Gewicht des Netzes ermueden wird. Dann wird sie ertrinken. Oder aber, das Netz wird sich in flacherem Wasser mit dem Grund verheddern. Auch dann wird sie mit groeßter Wahrscheinlichkeit ertrinken. Unser Team ist unruhig und angespannt, doch es gibt wenig, was wir im Moment tun koennen. Wir sind gerade dabei, einen ausfuehrlicheren Report zusammenzustellen. Sobald dieser fertig ist, werden wir ihn hier auf der Website veroeffentlichen.

13. November 2007. Keine Schwertwale, aber tanzende Lichtgestalten am Nachthimmel
Heute suchten wir die Gegend suedwestlich von Henningsvaer nach den Schwertwalen ab, doch wir suchten vergebens. Spaeter erfuhren wir, dass weiter im Nordosten bis zu 30 Tiere gesichtet worden waren. Doch da war es schon zu spaet fuer uns, den weiten Weg noch anzugehen. Die Tage werden kuerzer und kuerzer, das Licht schwindet zunehmend.
Spaeter am Abend wurden wir Zeugen eines Schauspiels ganz anderer Art. Der Nachthimmel war tiefschwarz und wolkenlos; Sterne funkelten schwach. Ploetzlich erleuchteten gruene und roetliche und weiße Lichtgestalten ueber unseren Koepfen. Aurora borealis bat zum Tanz. Wir ließen uns nicht zweimal bitten.
10. November 2007. Schwertwale gleich vor Henningsvaer
Noch bei der Ausfahrt, nur eine halbe Stunde nach unserer Ausfahrt aus dem Hafen von Henningsvaer, erblickten wir gegen viertel nach elf die ersten Fontänen am Horizont. Die grelle Morgensonne reflektierte sie und wies uns den Weg. Die Schwertwale schwammen langsam und ruhig im gleichen Gebiet auf uns ab. Einige Male kamen sie sogar nah an unser Boot heran. Zur gleichen Zeit hielten sich mehr als zehn Boote bei einer anderen Gruppe von Schwertwalen außerhalb von Skrova auf. Wir gaben den Safaribooten Bescheid, wo wir waren. Zwei von ihnen kamen. Eines verhielt sich unauffällig und drehte nach einiger Zeit wieder ab. Ein zweites, ein Gummiboot mit Schnorchlern an Bord, verhielt sich sehr aggressiv. Es fuhr wiederholt mit voller Geschwindigkeit auf die Wale zu, Schnorchler plumpsten ins Wasser uns sahen schwarze Schatten an ihnen vorbeihuschen, und bald zogen die Wale aus dem Fjord heraus. Dabei schwammen einige von ihnen so schnell, dass wir kleinere Sprünge beobachteten. Später kamen fünf weitere größere Boote von Nordosten her in unsere Richtung. Wahrscheinlich folgten sie einer dritten Gruppe Wale. Daraufhin entschlossen wir uns, zurück nach Henningsvaer zu fahren. In den Schären vor Henningsvaer beobachteten wir Seeadler, die auf Schären saßen und sich ausruhten, und Kormorane, die über das Wasser segelten, daneben auch eine Gruppe Eiderenten sowie einige aufgeregte Krabbentaucher.
09. November 2007. Zwei Gruppen von Schwertwalen im Vestfjord
Heute haben wir zwei Gruppen von Schwertwalen gesehen. Die erste Gruppe bewegte sich fjordauswärts außerhalb von Stamsund und Ballstad. Wir waren so weit im Südwesten der Lofoten, und die Luft war so knackig und klar, dass wir in der Ferne die suedwestlichsten Lofot-Inselchen ausmachen konnten. Wir erkannten diese erste Gruppe wieder als eine, die wir in dieser Saison schon drei Mal gesehen haben – am 03., 04., und 07. November. Auch die zweite Gruppe bewegte sich anscheinend fjordauswärts, allerdings befand sie sich noch weit östlicher im Vestfjorden, außerhalb der Insel Skrova. Als wir per Telefon von dieser Gruppe erfuhren, war es Mittag gewesen, und knapp zwanzig Tiere waren gesichtet worden. Als wir bei der Gruppe ankamen, war es bereits 15:30, und die Gruppe war in kleinere Grüppchen zersplittert, so dass wir nur wenige Tiere zu Gesicht bekamen. Ehe es zu dunkel wurde zum Beobachten, folgten fünf Boote diesen Tieren.
07. & 08. November 2007. drei Gruppen Schwertwale vor Henningsvaer
Wir bekamen einen Anruf von einem Walsafariboot (Lofotferga), dass sich eine Gruppe von Schwertwalen direkt vor Henningsvaer aufhielt. Wir konnten die Gruppe auch gleich erkennen; sie wurde zuletzt im Juni vor den Vesteraalen gesichtet. Es waren drei Walsafariboote dort. Alle verhielten sich nach unseren Richtlinien. Die Wale schwammen ruhig, und manchmal kamen sie ganz nah ans Boot.
Doch dann kam ein Schlauchboot mit Schnorchlern an Bord. Die drängelten sich an die Wale heran (hielten keinen Abstand ), schnitten den Walen die Schwimmrute ab, und ließen alle sieben Schnorchler zugleich ins Wasser. Das ganze wurde drei Mal wiederholt, bevor sie mit voller Geschnwindigkeit wieder wegfuhren.
Danach waren die Wale nicht mehr erreichbar. Sie tauchten 15 Minuten und kamen nur für drei Minuten an die Oberflache. Die Schnorchler haben es den restlichen Walsafaribooten unnötig schwer gemacht.
Etwas säter kamen noch zwei andere Gruppen von Schwertwalen; auch diese konnten wir identifizieren. Es waren die gleiche n Gruppen, die auch am zweiten und dritten November gesichtet worden waren.
5.11.2007 wieder Unwetter!
am 3.11.2007 war die gleiche Gruppe Schwertwale an der gleichen Stelle am Heringfressen und es war tolles Wetter, die Sonne schien und der Wind war milde. Doch am 4.11. war der Hering weg, und auch die Gruppe Schwertwale war nirgendwo zu finden.
Und heute am 5.11 haben wir wieder starken Wind aus Suedwesten und damit auch Regen, und das macht es unmoglich für uns aufs Meer hinauszufahren.
Die Wassertemperatur ist noch zu hoch für den Hering, diese liegt bei 8,7 Grad und der Hering mag 6 Grad. Die Leute auf den Lofoten sagen, dass der Hering erst ins Vestfjord kommt, wenn der Schnee von den Bergspitzen bis hinunter ans Meer reicht. Und da müssen wir noch warten…
2.11.2007 endlich Karusseljagd vor Henningsvaer!
heute bekamen wir einen Anruf von Cathy um halb eins, dass endlich Schwertwale zwischen Stammsund und Henningsvaer gesichtet wurden.
Als wir ankamen fingen die Wale gerade an den Hering zusammen zu treiben und es wurde ein fantastisches Karusseljagen mit mehr als 9 Seeadlern, viele 3 Zehenmowen und andere Mowen. Wir bekamen gute Lautaufnahmen und es tut gut die Tiere wieder zu sehen! Wir hoffen das Wetter haelt sich und wir finden morgen auch wieder Wale!
der WWF unterstützt Ocean Sounds!
Unsere Forschungsarbeit 2007/2008 wird mit einem Stipendium vom WWF unterstützt! Wir fühlen uns sehr geehrt vom WWF Unterstütztung zu bekommen, für uns ist es sehr schwierig Forschungsgelder und Spenden zu bekommen, da wir eine kleine Organisation sind, die an einem sehr isolierten Platz der Erde sitzt. Ohne dieses Stipendium, wäre es nicht möglich gewesen, unsere Forschung 2007 auszuführen! Vielen Dank!!!
www.panda.org
29.10.2007 Schwertwale im Vestfjord
wir erfuhren heute von einem Walsafariboot, dass eine Gruppe Schwertwale aus dem Fjord Richtung Reine gewandert sind. Ob es sich um die gleiche Gruppe, wie am Tag davor handlet können wir erst sagen, wenn wir gute Fotos bekommen. Die Wale suchen, doch der Hering steht nördlich von hier, ausserhalb der Vesteralen. Solange der Hering nicht in den Vestfjord kommt, werden sich auch die Wale nicht lange hier aufhalten. Dazu kommt das schlechte Wetter, es stürmt jeden Tag und wir können nur drinnen bleiben und warten… eine harte Geduldsprobe!
28.10.2007 endlich Schwertwale im Fjord!
Heute wurde ich von Cathy Harlow angerufen, sie arbeitet als Guide auf den Walsafaribooten von Orca-Lofoten, mit der tollen Nachricht, dass sie endlich eine Gruppe Schwertwale im Fjord gesichtet haben! Es waren ca 25 Tiere, die von Tysnes nach Offersoya langsam und weit auseinander geschwommen sind. Wahrscheinlich haben sie nach Heringe gesucht. Die Heringe scheinen noch nicht in grossen Mengen in den Vestfjord eingedrungen zu sein, und daher müssen alle suchen.
Ein Fischerboot von Henningsvaer ist nun auch endlich ausgezogen, um Hering zu finden. Wir bekommen von denen Bescheid, wenn sie was finden. Nun brauchen wir noch gutes Wetter, dann kann die Forschungsarbeit beginnen!
27.10.2007 Sturm
wir haben immer noch schlechtes Wetter und können deshalb nicht auf das Vestfjord um nach Wale zu sehen. Gestern waren mehrere Walsafariboote auf der Suche, fanden aber keine Wale. Wir müssen warten ….
19.10.2007 die Suche im Vestfjord…
Nachdem wir gehört haben, dass ein Fischerboot Schwertwale direkt vor Henningvaer vor 1 Woche gesehen haben, haben wir die erste gute Wetter Chance genutzt und sind mit 3 Gästen aufs Fjord rausgefahren. Wir haben von 13:30 bis 17:00 gesucht und gelauscht, aber ohne einen Wal zu orten. Die Fischermänner, die wir getroffen haben, sagten uns dass sowohl die Wale, als auch die Heringe immernoch eit vor der Küste wären!
Aber dafür haben wir ein Kegelrobbenweibchen mit Junges gesehen, 2 Seeadler angetroffen und ein Alke, viele Krabbentaucher und einen jungen Papageitaucher sind an uns vorbeigeschwommen.
Heute tobt wieder Südwestwind!!!
Der Sommer ist vorbei…
wir hatten eine schönen Sommer mit netten Besuchern, und eine erfolgreiche 1. Saison mit dem Boot!
Nun kommt der Winter auf uns zu und wir bereiten uns auf die Forschung vor. Bis jetzt sind noch keine grossen Gruppen von Schwertwalen gesichtet worden und die Mehrzahl der Heringe steht auch noch 200km vor der Küste auf dem offenen Meer.
Am kommenden Freitag und Samstag werden wir auf das Vestfjord fahren und unser Hydrophone testen, hören ob jemand im Fjord ist…
Auch haben wir die alten Walsafarireglen überarbeitet und an Turoperatore und Anbieter geschickt. Wir hoffen, dass sich möglichst viele Boote daran halten. Mehr dazu und auch die Regeln folgen sobald wir Kommentare erhalten und eingearbeitet haben.
16.08.2007 otter und kegelrobbe
wir suchten die Inseln ab und fanden Oscar nicht, doch ein Adler versuchte eine junge Möwe zu holen, aber die Erwachsenen haben ihn davon gejagdt!
dann bekamen wir einen Anruf, dass ein Zwergwal vor Henningsvaer vorbei schwamm, und wir sind schnell dahin gefahren, aber wir kamen zu spät. Nahe am Land haben wir dann den jungen und erwachsenen Seeadler gesehen und auf dem Weg zurück noch eine Keglerobbe und einen grossen Schwarm Makrelen gefunden. Nicht weit weg davon sahen wir einen Otter mit einer Makrele im Mund!
Und kurz vor Henningsvaer haben wir dann noch die beiden Hurtigrutenboote getroffen. um 21 uhr waren wir dann wieder im Hafen.
19.08.2007 Oscar und seine Dame und Schweinswale
heute hatten wir eine fruhere Safari und liefen um 13:15 uhr aus. zuerst sahen wir nach den Krähenscharben und das letzte Jungtier fanden wir ca 200m weiter auf einer anderen Insel, also auch das ging endlich ins Wasser!
zwischen den Inseln fanden wir dann auch ein Kegelrobbenweibchen und nicht weit davon entfernt, unser bekanntes grosses Männchen “Oscar”. Heute durften wir sehr nahe herankommen und auch mehr als eine halbe Stunde bei ihnen bleiben, was fur ein Erlebnis! auf unserer Fahrt auf Vestfjord haben wir noch 4 Schweinswale gesehen, 3 davon nicht weit weg vom Boot. Doch dann fing es an zu regnen und wir mussten in den Hafen zuruck wo wir um 15 uhr ankamen.
14.08.2007 keine Robben aber viele Adler
als wir zu den Inseln kamen waren alle Robben woanders jagen, aber wir fanden mehr als 30 Graugänse und mehr als 100 Kormorane, die sich dort gesammelt haben. Auch ein junger Seeadler versuchte sich ein Mowenjunges zu holen, wurde aber von den Möwen verjagdt!
wir konnten nicht auf Vestfjord rausfahren, da die Wellen zu hoch waren und fanden aber, naher am Land einen jungen und einen erwachsenen Seeadler. Danach haben wir uns noch die Unterwasserwelt mit unserem Unterwasserfernglas angeschaut und waren um 20 uhr wieder sicher im Hafen.
10.08.2007 Schweinswale und Seeadler
bei unserer Safari heute haben wir erstmal nach den brütenden Krähenscharben gesehen und mussten fetsstellen, dass nur noch ein jungtier auf den Felsen stand, die anderen sind schon alle ins Wasser.
um halb 7 uhr, fanden wir 5 Schweinswale, mit einem Jungen auf dem Vestfjord schwimmen und wir blieben ein halbe Stunde bei ihnen bevor nach Seeadlern suchten. Wir fanden einen jungen und einen erwachsenen Seeadler beim Fressen an den Felsen und waren um 20:30 Uhr wieder im Hafen.
28.07.2007 junger Buckelwal vor Henningsvær!
ich habe vom Captain der Goxheim eine Nachricht bekommen, dass sie einen jungen Buckelwal vor Henningsvaer gesichtet hatten. Dieser Wal war sehr verspielt und schwamm eine Stunde um das Boot herum! das habe ich noch nicht vorher gehort.
Ein Finwal war im Juni auch im Vestfjord, wurde mir von XXLofoten berichtet.
Der Buckelwal wurde gefilmt und das Video kan man unter www.gox.no besichtigen!
Buckelwale wandern jedes Jahr von der Karibik bis nach Nordnorwegen und nach Spitzbergen um dort zu fressen. Gewöhnlich werden sie entlang des Kontinentalsockels gesehen.
08.08.2007 wunderschönes Wetter und viele Schweinswale!
heute gab es keinen Wind und die Wasseroberfläche war wie ein Spiegel, und dazu hat noch die Sonne gescheint als wir um 18:00 Uhr aufs Vestfjord hinausgefahren sind. Und es dauerte nicht lange bis wir mehr als 8 Schweinswale direkt vor unserem Boot schwimmen sahen! wir konnten ca 20 Minuten bei den Tieren bleiben, bevor sie abtauchten. Schweinswale sind sehr scheu und mögen keine Boote. Auf unserem Weg zu den kleinen Inseln, haben wir noch einen jungen Papageitaucher gesehen und zum ersten Mal kleine Krabbentaucher entdeckt. auf den inslen waren mehr asl 30 Graugänse und viele Kormoran, die sich gesammelt haben.
weit entfernt sahen wir noch 3 Schweinswale und auf unserem Weg zuruck nach Hennignsvaer fanden wir dann nochmal 5 Schweinswale! Was für ein Tag! es war schwer wieder an Land zu gehen und um 20:30 waren wir dan schweren Herzens wieder an Land…heute war einer unserer schönsten Tage.
06.08.2007 grosse Wellen und 2 weibliche Kegelrobben
es war heute schwierig um die Inslen herum zufahren, da wir noch sehr hohe Wellen hatten. Aber trotzdem haben wir eine weibliche Kegelrobbe beim Fressen beobachten können. Graugänse und Kormorane haben sich auch dort gesammelt.
Wir haben dann noch eine zweite weibliche Kegelrobbe direkt vor Henningsvaer gesehen, es sieht so aus als ob unser “oscar” doch nun Damebesuch bekommt!
Danach haben wir noch einen erwachsenen und einen jungen Seeadler zu Gesicht bekommen. Und leider haben wir erneut eine Seemöwe (Silbermöwe) tot im Wasser schwimmen sehen, das ist nun die 2. Möwe, die ihren tot im Fischernetz gefunden hat.
03.08.2007 Orcas im Reinefjord!!
zwei französiche Touristen kamen ins Center und berichteten uns von ca 5 Schwertwalen (orcinus orca), die am Freitag den 3.8 im Bunesfjord bei Reine schwammen. Ich bekam die Fotos, konnte aber nur an einem jungen Tier erkennen diesem Tag zwischen 14-15 Uhr im Fjord und schwammen dann wieder heraus. Was die Tiere dort gemacht haben können wir nur spekulieren, vielleicht waren sie auf der Suche nach Fisch oder wollten sich nur im ruhigen Fjord ausruhen… es ist nicht ungewohnlich Schwertwale auch im Sommer im Vestfjord zu haben, aber eben nur selten und wir warten auf den Norvember und hoffen dass der Hering wieder ins Vetsfjord kommt!
Wenn jemand an diesem Tag diese Orkas gesehen haben bitte schickt uns Information und Fotos, damit wir die Tiere identifieren können. DANKE!!!
02.08.2007 hohe Wellen und viele Seeadler
auch heute waren die Wellen noch sehr hoch und es war fast unmoglich sich zwischen den Inseln aufzuhalten. Wir haben viele Enten und Komorane gesehen. Seeadler haben die Vogelinseln attackiert, um sich ein Jungtier zu holen, wurden aber von den Möwen in die Flucht geschlagen! Insgesamt haben wir 6 verschieden Seeadler gesehen.
01.08.2007 eine Safari im Regen
der Wind hat uns den Regen gebracht, aber wir haben es trotzdem gewagt und sind zu den Inseln gefahren, wo die Wellen sich brachen. Wir sahen Mittelsäger und Eiderenten, Komorane und Grillteisten, und auch unser bekanntes Kegelrobbenmännchen “Oscar” mit Weibchen lass sich blicken. Wir hatten keine Papageitaucher mehr gesehen, die sind wharscheinlich weitergeflogen, auf der Suche nach Fisch. Es gab ein paar Tordalke, aber an den Bergen waren heute keine Seeadler zu sehen. Dafür haben wir noch eine Otter gesehen, wie er sich ins Wasser liess, zum Fischfang…
31.07.2007 Seeadler, keine Meeresäuger
heute haben wir die Inseln und das Fjord abgesucht, aber weder Kegelrobben, noch Wale gefunden und sind dann an die Berge, um Seeadler zu finden und die kleine Meereswelt ansuzehen. Und …es flogen 3 Seeadler an den Felsen entlang! Diese majestätischen Tieren können eine Spannweite von 2,3m erreichen. Danach haben wir noch Seeigel, Seesterne, Muscheln und Krabben mit unserem Unterwasserfernglas beobachtet.
28.07.2007 oscar und einen jungen Zwergwal!
wir haben oscar wieder alleine an seinem Hauptplatz gefunden, diesmal ohne Weibchen.
auf dem Fjord haben wir nichts gesehen oder gehört und unser kleiner Gast aus Spanien wurde seekrank, deshalb sind wir in Richtung Berge gefahren, wo wir einen jungen Zwergwal gefunden haben, der am Fressen war!
26.07.2007 keine wale oder robben dafür Seeadler
heute haben wir vergeblich in den Wellen nach Wale und Robben Ausschau gehalten, aber dafür Papageitaucher und zwei erwachsene Seeadler gefunden.
24.07.2007 oscar hat eine Freundin bekommen
heute haben wir nicht nur oscar (Kegelrobbe) and seinem Hauptplatz gefunden, nein, heute war ein Weibchen bei ihm und zusammen waren sie am Fisch jagen! Wir hoffen, dass bis zum Oktober mehrere Weibchen sich zu oscar gesellen und ihre Jungtiere bekommen.
Unsere Krähenscharbenjunge sind auch gewachsen und bestimmt in einer Woche flügge.
Und ein Seeadler wurde von Möwen fortgejagd, als dieser sich ein Jungtier holen wollte.
21.07.2007 “oscar” und 4 Seeadler
Oscar war wieder an seiner Hautpstelle anzutreffen und auf dem Vestfjord waren Papageitaucher, Grillteisten und Tordalke zu sehen. Auf dem Weg zurück nach Henningsvaer fanden wir noch 4 erwachsenen Seeadler!
19.07.2007 keine wale oder robben
heute hatten wir keine Robben oder Wale gefunden, dafür aber unsere Krähenscharbenjungtiere beobachtet und andere Seevögel gesehen.
17.07.2007 oscar und schweinswale
auch heute hatten wir sehr viel Glück auf unseren Safaris, wir haben ausserhalb Henningsvaer unsere Kegelrobbe “oscar” beim fischen gefunden und auf der 2. Safari zwei Schweinswale auf dem Fjord gesehen, und mehrere Papageitaucher und Grillteisten.
15.07.07 Seeadler
heute war wieder starker Nordwind, aber wir sind trotzdem tapfer nach Stammsund gefahren um die Vikingerreisengruppe abzuholen. Auf unserer Safari haben wir die Krähenscharbenjunge beobachtet und auch einen jungen Seeadler gefunden.
Nach einer kleinen Meeresbiologiekunde (Seeigel, Seesterne..) sind wir wieder nach Stammsund “gerafted”!
13.07.2007 Cormorantnester wieder leer!
heute haben wir auf unserer Safari ein trauriges Spektakel erlebt, die erneut gefüllten Kormorannester wurden wieder leergefressen von anderen Räuber, wie Mantel und Silbermöwen und Seeadler. Dieses Jahr haben nicht viele Vögel erfolgreich brüten können: Papageitaucher auf Røst haben ihre Nester verlassen, da sie keinen jungen Hering fanden und Kormorane und 3Zehenmöwen konnten ihre Nester nicht gegen die grossen Möwen verteidigen – ist zuwenig Fisch im Fjord? Warum? Uberfischung und/oder Wassertemperaturanstieg oder ein natürliches Phänomen? auf diese Fragen haben wir leider noch keine Antworten.
12.07.2007 “oscar” kegelrobbe und seeadler
heute haben wir bei der Safari gleich Oscar unser bekanntes Kegelrobbenmännchen angetroffen und auf dem Rückweg noch 1 erwachsenen Seeadler gesehen.
11.07.2007 fünf Schweinswale vor Henningsvaer
heute haben wir wieder fünf Schweinswale direkt vor Henningsvaer gefunden, in 2+3 Konfiguration. Es sieht so aus, als ob mindesten 5 Tiere hier stationär leben.
10.07.2007 Schweinswale und Zwergwale
heute hatten wir sehr viel Glück und haben sofort 2 Schweinswale auf dem Fjord entdeckt und nach weiterem suchen, haben wir dann nochmal mehr als 10 Schweinswale gefunden, und wir konnten Lautaufnahmen machen. Bei unserer Rückfahrt hatten wir noch 2 Zwergwale kurz vor Vestvaer gefunden!!
09.07.2007 “Oscar” sichtung
zuerst fuhren wir aufs Vestfjord und hatten auf Wale gelauscht mit dem Hydrophon, doch das Fjord war leise, nur Bootslärm war zu hören. Dann fuhren wir weiter nach Vestvaer und fanden unser Kegelrobbenmännchen “Oscar”. Er wurde von unserem jungen Gast sofort entdeckt! Doch Oscar war ganz vorsichtig, und wir konnten ihn nur von Weitem beobachten.
07.07.07 wind und wellen und seevögel
wir sind trotz Wind von Ostrichtung an die Vogelinseln bei Valberg gefahren, fanden keine Robben, dafür viele Seevögel, wie Lachmöwen, Papageitaucher, Grillteisten, Tordalke, Mittelsäger, Eiderenten mit Jungen..
Die Kormorane haben eine neue Insel bewohnt und neue Eier waren in den Nestern! Die grossen Möwen haben sie aber weider ständig attackiert um erneut ihre Eier zu stehlen.
Wir konnten keine Seadler finden und fuhren gegen die Wellen wieder zurück.
03.07.2007 mehr Schweinswale..
heute fuhren wir mit 5 Elchtour Leuten raus und das Wetter war wieder unfassbar schön, spiegelglatte Meeresoberfläche und so warm, dass wir in unseren Anzügen schwitzten! Nach ca 30 Minuten auf dem Weg ins offene Vestfjord, fand Silke 3 Schweinswale, die sehr nah an unser Boot raunkamen und ich konnt die leisen Klicks aufnehmen. Wir waren ca 30 Minuten bei ihnen und dann schwammen sie davon, danach haben wir uns noch Seevögel (Papageitaucher, Eissturmvogel etc) angeschaut, aber Oskar liess sich wieder nicht blicken!
01.07.2007 Ausfahrten mit Papageitaucher und Schweinswalen
heute waren mir mit voll bestetzem Boot mit netten Viking Reisen Leuten auf der Suche nach Grindwalen. Aber selbst hinter Skrova fanden wir nichts. Das Wetter war schön, aber das Meer sah ziemlich leer aus. Das war schade, da wir 2 Meeresbiologen von LaGomera dabei hatten, die dort die kurzflossigen Grindwale studieren und ein Vergleich sehr spannend gewesen ware! Wir suchten noch Oskar, das Kegelrobbenmännchen, aber auch der liess sich heute nicht blicken. Da mussten wir mit verschiedenen Seevögel und Enten vorlieb nehmen. Die Fahrt war trotzdem schön.
Am Nachmittag sind wir nochmal mit 2 deutschen und 4 Henningsvaeringer rausgefahren, und noch nicht mal nach 10 Minuten fanden wir 2 Schweinswale! das Meer war spiegelblank und deshalb hatten wir eine fantastische Sicht und eine traumhafte Fahrt, mit Papgeitauchern und sogar einem Eissturmvogel, der hier auf der Innenseite der Lofoten selten vorkommt.
29.06.2007 ein Riesenhai vor Henningsvaer!!
Heute wollten Stefan und Silke nach Svolvaer zum Einkaufen fahren, mussten aber auf der 2 Brücke von Henningsvaer sofort anhalten und zurück fahren, um mich zu holen: ein Riesen (Cethorinus maximus), nach dem Walhai der 2. grösste, filtrierte Plankton direkt an der Küste, keine 2m vom Ufer aus. Ich hab sofort das Hydrophon ausgepackt und Klicklaute von ihm aufgenommen, als er mit offenem Maul auf mich zuschwamm. Was für ein elegantes Tier. Sie können bis zu 13,6m lang werden und 3 Tonnen wiegen! Makrelen frassen gleich daneben auch noch Plankton und sprangen aus dem Wasser.
28.06.2007 Grindwale im Vestfjord!
Heute hatten wir Glück, wir hatten von der Skutvikfähre gehört, dass Grindwale im Fjord sind und fuhren mit unserem Zodiac nach Skrova, mit dabei 4 Touristen aus Deutschland. Wir lagen 30 Minuten auf Lauer und ich hatte mein Hydrophon im Wasser, und hörte sehr leise Pfeifflaute, war mir aber nicht sicher, ob die nicht doch von einem Fischerboot kamen. Dann wollte ich schon aufgeben, habe die Geräte aus dem Wasser gezogen und dem Kaptain das Ok für die Rückfahrt gegeben. Doch dann am Horizont sah ich zuerst einen, dann viele Blase von Walen und da waren sie dann 20 Grindwale!!! Wir haben tolle Fotos bekommen und auch klare Lautaufnahmen. Ein grosses Männchen und ein Weibchen waren ganz nah am Boot.
Was für ein Tag! Nicht für die Forschung, aber auch für unsere Gäste auf der “Walsafaritur”.
23.06.2007 Walfänger Safari
Am 23.06.2007 sind wir mit 7 Leuten von der Wolters Reise “Forschen im Nordmeer” um ca 14:30 Uhr aus dem Hafen in Henningsvaer mit unserem Zodiac Schlauchboot ausgelaufen und haben innerhalb von 30 Minuten 2 Schweinswale und eine Kegelrobbe um eine Gruppe Makrelen gesehen. Doch was wir auch noch direkt vor Henningsvaer fanden, war ein Walfangboot, das 2 Zwergwale gejagd hat. Das hat uns natürlich gleich fasziniert und wir folgten dem Boot mit sicherem Abstand (die Kanone hat eine Reichweite von 70m …). Der Walfänger hat sich langsam an die Wale herangeschlichen mit leisem Motor, aber die Zwergwale konnten ihm entwischen und nach ca 30 Minuten konnte ein Zwergwal hinter dem Boot aufs offene Meer schwimmen und entkommen. Das andere Tier wurde wieter gejagd. Nach einer Stunde verliessen wir das Boot und den Wal, da sie zu weit wegschwammen und haben uns auf dem Rückweg noch den Hausberg “Vagankallen angesegen und eine kleine Meereskunde mit Seeigeln und Muscheln gemacht.
Während der ganzen Zeit habe ich Lautaufnahmen von der Jagd gemacht und konnte Klicklaute von den Zwergwalen identifizeren.
Den Walfanger haben wir noch um Mitternacht auf dem Vestfjord jagen sehen und wir hofften, das der Wal entkam. Dieses Erlebnis war sehr wichtig, einmal für uns, um den Touristen zu zeigen, dass das hier oben Realität ist, aber auch um den Walfängern zu demonstrieren, dass sie nicht die einzigen sind, die diese Wale beobachten. Wir haben alle das Recht darauf.
Ausfahrt vom 18.6.2007
Wir fuhren am 18.6 mit einem Paar aus Belgien, das seine Flitterwochen hier oben verbrachte, raus um Kegelrobben zu finden.
Als wir zu den Inseln kamen, haben wir unser Männchen auch gesehen, aber er war sehr scheu und wir konnten ihn nur von weitem sehen. Dafür kamen 2 Schweinswale ganz nah an unser Boot und zeigten ihre Rücken, um dann wieder weiter auf Futtersuche zu gehen. Wir haben die Komoranbrutplätze aufgesucht, aber alle Nester sind leer! Dieses Jahr sind die Möwen sehr hungrig und fressen alle Eier von anderen Brutvögeln. Ein junger Seeadler war auch auf der Insel und der hat bestimmt auch dazu beigetragen, dass die Brutplätze leer waren. Warum geschieht sowas? Vielleicht gibt es nicht genügend Fisch in den Gewässern vor Henningsvaer? Ich hätte gerne das Gebiet mit all den kleinen Inseln als Naturschutzgebiet geschützt. Als wir weiterfuhren, trafen wir ein Boot mit Einheimischen, die auf die Inseln gegangen sind mit ihrem Hund! Deshalb war die Kegelrobbe auch so scheu… und es ist dann absolut keine Uberraschung, dass die Vögel gestört werden! Es gibt einfach noch kein ausgebreitetes Bewusstsein für den Naturschutz hier oben. Wir werden Ende des Sommers einen Bericht an das Umweltministerium schreiben und darum bitten, die Natur hier besser zu schützen.
Wir haben auch noch 20-30 Papageitaucher vor Henningsvaer gesehen, da sist auch ungewohnlich, eigentlich sind diese Tiere zu weit von ihren Brutplätzen auf Røst weg. Was geschieht hier? Wir müssen mehr Beobachtungsturen fahren, aber dazu brauchen wir die Unterstützung von Touristen, die mit ihrem Beitrag für die Benzinkosten aufkommen.
Mona Lisa im ZDF
..nun wurde der Bericht uber ocean sounds (& mir…) doch noch im ZDF bei Mona Lisa ausgestrahlt: am 17.6.2007
Ich hoffe es haben viele gesehen und kommen uns nun in Scharen besuchen!
Der Bericht kann hier gelesen werden, viel Spass und bis bald!
2 tote gestrandete Pottwale auf den Lofoten!
Vor ein paar Tagen kam die Nachricht über 2 tote Pottwale, die auf der Aussenseite der Lofoten angespült worden sind. Der eine ist schon halb verwest und liegt nicht weit von Eggum, der andere ist in einem bessere Zustand und liegt in der Kvalvika bei Fredwang. Leider hatte ich noch keine Zeit, mir die Tiere genau anzusehen, es handelt sich aber bestimmt um alte Männchen, die entlang des Kontinentalsockels nach Fressen suchen. Männliche Pottwale kommen von den Azoren und Kanaren, wo die Weibchen und Jungtiere sich aufhalten, bis nach Nordnorwegen, um nach Nahrung zu suchen, manche alte Männchen bleiben dann hier bis sie sterben. Vielleicht sind die beiden an so einem natülrichen Tod gestorben, eine andere Möglichkeit wäre, dass sie von Booten überfahren wurden. Zwei solche Strandungen sind selten.
gestrandete Grindwale, Schweinswal im Vestfjord und Orca vor Andøya!
am 2 Juni zwischen 1 und 2 Uhr früh morgens sind 3 Grindwale in die Bucht von Leknes geschwommen, einer davon war wohl verletzt. Helfer haben es geschafft die Wale unversehrt wieder in offene Meer zu jagen. Wir sind gestern Abend um 21 Uhr auf das Vestfjord gefahren und haben nach den Grindwalen Ausschau gehalten und mit dem Hydrofon gelauscht. Es war nichts mehr von diesen Tieren zu sehen und wir hoffen, dass sie wieder sicher in offene Meer gekommen sind. Als wir auf dem windstillen Meer lagen, konnten wir 30-40 Fluss Seeschwalben (Sterna hirundo) sehen, die höchtwahrscheinlich Makrellen gefangen haben. Nach 30 Minuten kam dann ein einzelner Schweinswal in unsere Nähe, den wir ab und zu an der Oberfläche gesehen haben.
Vor 15 Minuten bekam ich einen Anruf von der Walsafari in Stø, dass sie heute mehrere Gruppen von Orkas ausserhalb Andøya gesehen haben! Was für ein Tag!!!
Ocean Sounds bei Animal Planet
Im Moment wird eine Serie auf Animal Planet gezeigt (Monthy’s adventures), in der Aufnahmen von Henningsvaer, ocean sounds, eine Ausfahrt zu den Orkas und ein Interview mit Heike Vester über Walsafari gezeigt werden!
2 Seiten Artikel in Geo Saison
In der Juni 2007 Ausgabe von GeoSaison ist ein 2 seitiger Artikel über ocean sounds von der Autorin Nadin Kraft erschienen!
Militär Sonar Tests an Schwertwalen in Norway
Im November 2005 und 2006 wurden Untersuchungen zu Sonartests an Schwertwalen in Nordnorwegen gemacht. Dies wurde ausgefuhrt von einer Reihe namhafter Wissenschaftler und dem Norwegischen und Holländischen Militär. Der vorläufige Bericht ist nun erschienen: http://rapporter.ffi.no/rapporter/2007/01189.pdf
Diese Tests traten in Konflikt mit der Walsafari und unserer Forschung und nach all den Anstrengungen haben die Forscher nur eine einzige Datenmenge von jeweils einem Test (insgesamt 4 Tiere) erhalten.
Die Tiere wurden mit sogannten D-Tags mit Saugnapf ausgestattet. Dazu mussten kleine Boote sehr nah an die Tiere heranfahren. Zusätzlich wurden kleine Raketen gesteuerte Tags in den Speck der Tiere eingeschossen (4cm lang!), hier waren die Forscher 4 Mal erfolgreich. Das wurde alles vom norwegischen Ethikkomitte für Tierversuche annerkannt. Leider hat Norwegen ein sehr “offenes” Gesetz für Tierversuche, u.a. dürfen Forscher Signale mit einer Stärke von 200dB auf die Tiere losschicken. Meiner Meinung nach ist das viel zu laut, damit ist garantiert, dass es Schäden in den inneren Organen ergibt!
Bitte lest den Artikel für mehr Information.
Das Norwegische Militär will mit diesen Versuchen fortsetzen. Die Frage nach dem “Warum” steht immernoch offen…
Es ist nun bewiesen, dass Sonarübungen die Tiere beeinflusst/verjagd, aber stoppt deshalb das Militär ihre Sonartests?
doch kein ZDF, aber die Konferenz war ein Erfolg!
gestern haben wir vergebens Mona Lisa im ZDF geschaut, aber mein Beitrag wurde nicht gesendet. Bis jetzt habe ich noch keinen Ersatzsendetermin bekommen, gebe ihn aber sofort heraus sobald ich was höre.
Der workshop in Arendal war sehr interessant, ich hoffe dass eine globale Arbeitsgruppe zur Finanzierung von Parks und Umweltprojekten daraus entseht. Sobald ich Adressen bekomme, wird es hier aufgelistet.
Die globale Okoturismuskonferenz war ein Erfolg, 470 Leute aus 67 verschiedenen Ländern kamen und es tat gut soviel Motivation zu bekommen. Mein Vortrag über Walsafari und Okoturismus wurde mit mehreren Vertretern von verschiedenen Lander diskutiert. Es gibt Länder, wie Australien und die Azoren, wo Walsafari sehr gut staatlich und voluntär geregelt wird. Ich habe nun engen Kontakt zu diesen Ländern und ich hoffe sie können mir helfen, auch hier in Norwegen Regeln einführen zu können. Mein Vortrag wird bald hier auf dieser Webseite veröffentlicht. Es gibt viel zu tun, da Norwegen absolut keine Regeln für marine Gebiete hat. Mehr dazu folgt später, jetzt muss ich mich erstmal um den Papierberg kümmern….
10-17 Mai geschlossen wegen Konferenz
Am 10-17 Mai haben wir geschlossen, da Heike auf der globalen Okoturismuskonferenz in Oslo einen Vortrag über Walsafari und Okoturismus halten wird http://www.ecotourismglobalconference.org/?page_id=9
Ocean sounds im ZDF!
Am 20 Mai kommt auf Mona Lisa im ZDF ein kurzes Interview mit Heike, mit Aufnahmen von unserer Arbeit (Heike & Ulrike beim Laute analysieren), vom Senter und von einer Ausfahrt, bei der wir ein Kegelrobben männchen gesehen haben.
Nicht verpassen!
Das Meer als Müllkippe
und es ist mal wieder soweit: die Dorschfischerei ist im vollen Gange und damit wird nicht nur der Dorschbestand gefährdet, nein, die Fischermänner schmeissen all ihren Müll direkt ins Meer. So, danken sie der Natur, dass sie überhaupt noch Dorsch fangen dürfen! Sie zeigen damit keinen Respekt vor der Natur. Die Küsten werden wie jedes Jahr, mit Plastikmüll und abgerissenem Frischergarn übersäht. Wir haben mehr als 7 Plastiktüten vor Henningsvær bei einer 1 stündigen Bootsfahrt eingesammelt. Die Tüten waren voll mit Milchtetrapacks, Joghurtbechern, Zigarettenschachteln etc alles was dem Fischermann nicht mehr recht und billig war…es ist ein trauriges Bild!
Und die Kommune macht nichts, die Mülleimer in den Häfen sind überfüllt und alte Ölkanister, die wir vor einem Jahr aus dem Meer gefischt haben, liegen immernoch neben den Mülleimern in Henningsvær.
Ausserdem gibt die Politik, wie so oft den Fischern nach: eigentlich war das Gebiet vor Henningsvær und tiefer im Vestfjord gesperrt für die Fischerei, da es dort fast auschliesslich den Küstendorsch gibt (und nicht den “Skrei”), der bedroht ist und auf der norwegischen Roten Liste steht (Totalbestand unter 100 000 Tonnen). Doch nach Druck von den Fischermännern, wurde das Gebiet wieder geöffnet und auch die Schonzeit über Ostern wurde aufgehoben! So brauch es einen nicht wundern, wenn der Dorsch bald nicht mehr so zahlreich die Geldbeutel füllt!
24.03.2007 Orcas vor Henningsvaer!
Am 24.03.2007 um ca 13 Uhr wurde eine Gruppe von 5 Orcas vor Henningsvaer gesichtet. Sie waren auf ihrem Weg nach Westen. Freunde von Orca Tysfjord haben sie entdeckt und Bilder gemacht, mit denen ich erkennen konnte, dass es sich um unsere AC-Gruppe handelt, die wir schon 8.11, 13.11, 22.11 im Vestfjord und am 29.12.2006 im Tysfjord gesehen haben. Das Männchen auf dem Bild ist AC-405.
Bleibt diese Gruppe in unserer Nähe? Oder war sie nur auf der Suche nach Hering? Oder mag diese Gruppe Dorsch? All diese Fargen stehen offen und wir hoffen in Zukunft mehr darüber herauszufinden.
Das Center ist geöffnet!
Wir haben das Center in Henningsvaer ab März jeden Tag von 12 -18 Uhr geöffnet, ausser Montags, Ihr seid herzlich Willkommen!
Ende der Feldsaison
… nun ist unsere Orkafeldsaison Zuende, alle meine Assistenten sind wieder Zuhause und ich bin in Henningsaver und werte Daten aus. Es waren 3 spezielle Wochen mit den Orkas, da wir sehr nahen Konatakt mit ihnen hatten. Ausserdem konnte wir gute Daten für unsere Forschung einsammeln, da wir die gleichen Gruppen mehrere Male beobachten konnten.
Aber jetzt ist es an der Zeit, sich auf den Sommer vorzubereiten…
10.01.2007. Die neuen updates for die Feltarbeit
leider haben wir updates im moment nicht zuganglich, wird aber bald auf dieser seite erscheinen